Post-Op Rehabilitation

Schulteroperation

Volle Schulterfunktion nach Operation

8–16
Wochen Rehabilitation

Was ist diese Operation?

Schulteroperationen umfassen verschiedene Eingriffe: die Rekonstruktion der Rotatorenmanschette (bei Rissen der Supraspinatussehne), die Bankart-Reparatur (bei Schulterinstabilität und -luxation) sowie die Schulterendoprothese (bei fortgeschrittener Arthrose oder komplexen Frakturen). Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers, was die Rehabilitation besonders anspruchsvoll macht: Die richtige Balance zwischen Schutz und Mobilisation muss stets gewahrt werden.

Warum ist Rehabilitation unerlässlich?

  • Immobilisierungsphase strikt respektieren (Transplantat-Schutz)
  • Schulterkapsel-Mobilisation ohne Kompromittierung der Reparatur
  • Rotatorenmanschette schrittweise kräftigen
  • Skapulatraining für Schulterstabilität
  • Vollständige Elevation für Alltagsaktivitäten (Heben, Tragen) wiederherstellen

Therapieziele

  • Volle aktive Beweglichkeit (180° Elevation)
  • Kraft der Rotatorenmanschette ≥ Gegenseite
  • Schmerzfreies Tragen von Gegenständen
  • Autofahren und Überkopfarbeiten möglich
  • Rückkehr zum Sport (nach Chirurgen-Freigabe)

Was erwartet Sie?

1

Woche 1–4: Immobilisierungsphase

Die Schulter ist in einer Schlinge fixiert. Ziel ist ausschließlich Schmerzreduktion und Vermeidung von Muskelabbau. Pendel-Übungen und Fingerübungen sind möglich. Der Therapeut arbeitet im Rahmen der chirurgischen Protokolls.

2

Woche 5–8: Passive Mobilisation

Der Therapeut mobilisiert die Schulter passiv. Sie nehmen zunehmend aktiv teil. Die Schulterschlinge wird in der Regel nach 4–6 Wochen abgenommen. Schmerzmanagement und Narbenmobilisation sind wichtig.

3

Woche 9–16: Kräftigung und Rückkehr

Aktive Mobilisation und gezielte Kräftigung der Rotatorenmanschette. Schulter-spezifische Übungen (Rudern, Schulterdrücken mit leichtem Gewicht). Rückkehr zum Sport erfolgt individuell nach Chirurgen-Freigabe und Test-Kriterien.

Unser Behandlungsprogramm

1

Phase 1 — Woche 1–4

  • Immobilisation respektieren
  • Pendel-Übungen (passiv)
  • Fingerstreckung & -beugung
  • Isometrische Übungen
2

Phase 2 — Woche 5–8

  • Aktiv-assistierte Elevation
  • Manuelle Techniken (Kapselmobilisation)
  • Kräftigung Rotatorenmanschette
  • Alltag wiederherstellen
3

Phase 3 — Woche 9–16

  • Volle Beweglichkeit anstreben
  • Maximale Kräftigung
  • Propriozeptive Übungen
  • Sport (nach Freigabe des Chirurgen)

Risiken ohne strukturierte Rehabilitation

  • Re-Ruptur der Rotatorenmanschette (bis 40% ohne Protokoll)
  • Schultersteife (frozen shoulder) durch übermäßige Immobilisierung
  • Chronische Instabilität bei zu früher Belastung
  • Verlust der Überkopf-Funktion für den Alltag

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