Hüftprothese (TEP)
Vollständige Genesung nach Hüfttotalendoprothese
Was ist diese Operation?
Bei einer Hüfttotalendoprothese (TEP) wird das beschädigte Hüftgelenk durch eine künstliche Prothese aus Metall, Keramik oder Kunststoff ersetzt. Der Eingriff wird bei fortgeschrittener Arthrose, Hüftfrakturen oder anderen schwerwiegenden Gelenkerkrankungen durchgeführt. Ziel ist die Wiederherstellung der Schmerzfreiheit und der vollen Beweglichkeit. In Belgien werden jährlich über 25 000 Hüftprothesen implantiert — ein routinemäßiger, aber bedeutsamer Eingriff, der eine gezielte Nachsorge erfordert.
Warum ist Rehabilitation unerlässlich?
- Muskelkraft nach der Immobilisierung wiederherstellen
- Sichere Gangschulung und Sturzvermeidung
- Narbenmobilisation und Ödemreduktion
- Rückkehr zu Alltag, Beruf und Sport beschleunigen
- Komplikationen (Thrombose, Luxation) vorbeugen
Therapieziele
- Vollständige Schmerzfreiheit im Alltag
- Selbstständiges Gehen ohne Gehhilfen
- Treppensteigen sicher beherrschen
- 90°+ Hüftflexion für Sitzen und Autofahren
- Rückkehr zu leichten Sportarten (Schwimmen, Radfahren)
Was erwartet Sie?
Woche 1–2: Im Krankenhaus & Zuhause
Sie verlassen das Krankenhaus nach 3–5 Tagen mit Gehhilfen. Erste Schritte sind schmerzhaft aber normal. Lagerungsregeln müssen strikt eingehalten werden (keine Überkreuzung der Beine). Die Physiotherapie beginnt bereits am Tag nach der Operation.
Woche 3–6: Ambulante Rehabilitation
Regelmäßige Sitzungen in unserer Praxis. Sie werden zunehmend eigenständiger und benötigen weniger Schmerzmittel. Die Narbe heilt und die Schwellung nimmt ab. Viele Patienten gehen in dieser Phase bereits ohne Gehhilfen.
Woche 7–12: Rückkehr zur Normalität
Die meisten täglichen Aktivitäten sind wieder möglich: Autofahren, leichte Hausarbeit, kurze Spaziergänge. Das Trainingsprogramm wird intensiver. Schwimmen und Radfahren sind in der Regel freigegeben.
Unser Behandlungsprogramm
Phase 1 — Woche 1–3
- Schmerzreduktion & Ödembehandlung
- Passive & aktiv-assistierte Mobilisation
- Gangschule mit Gehhilfen
- Lymphdrainage bei Bedarf
Phase 2 — Woche 4–6
- Muskelkräftigung (Hüftabduktoren, Gluteus)
- Koordination & Gleichgewicht
- Gangschulung ohne Hilfsmittel
- Treppensteigen
Phase 3 — Woche 7–12
- Rückkehr zu Alltagsaktivitäten
- Sportspezifisches Training
- Sturzpräventionstraining
- Abschlussbeurteilung
Risiken ohne strukturierte Rehabilitation
- Ohne Rehabilitation erhöhtes Luxationsrisiko
- Muskelschwund und Gangabweichungen
- Langanhaltende Schmerzen durch Vernarbungen
- Verzögerte Rückkehr zum Alltag (bis zu 6 Monate länger)
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