Gesundheit & Prävention

Schlaf: Ihr am meisten unterschätzter Gesundheitspartner

5 min LesezeitPhilippe Banaszak
Über Bewegung und Ernährung wird viel gesprochen. Doch es gibt eine dritte Säule, kostenlos und für alle zugänglich, die oft vergessen wird: den Schlaf. Die gute Nachricht — er lässt sich auch am leichtesten verbessern, Schritt für Schritt. In der Praxis Loten in Eupen betrachten wir ihn als echten Partner Ihrer Genesung.

Guter Schlaf bedeutet, weniger Schmerz zu spüren

Schlaf und Schmerz stehen in ständigem Austausch. Bei Schlafmangel wird das Nervensystem empfindlicher: derselbe Reiz kann als schmerzhafter empfunden werden — ein Phänomen namens Hyperalgesie, das wissenschaftlich gut belegt ist.Umgekehrt hilft eine gute Nacht Ihrem Körper, den Schmerz besser zu «  filtern  ». Mit anderen Worten: besser schlafen heißt, Ihrem Körper eines seiner stärksten natürlichen Schmerzmittel zu schenken.

Schneller regenerieren, sich vor Verletzungen schützen

Der Schlaf ist der Moment, in dem der Körper repariert, festigt und stärkt. Die Zahlen sind eindeutig: Bei jungen Sportlern war weniger als 8 Stunden Schlaf pro Nacht mit 1,7-mal mehr Verletzungen verbunden als bei denen mit 8 Stunden oder mehr.Umgekehrt verbesserten sich die Leistungen von Basketballspielern, als sie ihren Schlaf verlängerten: schnellere Sprints, etwa +9 % Trefferquote, bessere Reaktionszeit und Stimmung. Was für den Sport gilt, gilt auch für Ihre Genesung nach einer Verstauchung, einer Operation oder Rückenschmerzen.

Von wie vielen Stunden sprechen wir?

Für die meisten Erwachsenen liegt das Ziel zwischen 7 und 9 Stunden pro Nacht. Aber die Regelmäßigkeit zählt genauso viel wie die Dauer: zu stabilen Zeiten ins Bett gehen und aufstehen «  stellt  » Ihre innere Uhr.Streben Sie keine Perfektion an — es ist die Tendenz über die Woche, die den Unterschied macht, nicht eine einzelne Nacht.

Ihre einfachen Schritte für besseren Schlaf

Sie müssen nicht alles auf einmal ändern. Wählen Sie ein oder zwei dieser Maßnahmen und führen Sie sie sanft ein: regelmäßige Zeiten (auch am Wochenende — der wichtigste Hebel), Licht am Morgen, Kaffee nur vormittags, Bildschirme etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen pausieren, ein kühles und dunkles Schlafzimmer, ein beruhigendes Ritual, Bewegung tagsüber, abends weniger Alkohol und — bei vollem Kopf — ein paar Zeilen auf Papier, um den Geist zu «  entlasten  ».Regelmäßige Bewegung ist übrigens eines der besten natürlichen Schlafmittel: ein Bereich, in dem Ihr Physiotherapeut Sie begleiten kann.

Wann Sie mit einer Fachperson sprechen sollten

Schlaf lässt sich trainieren, und oft genügen kleine Anpassungen. Treten jedoch starkes Schnarchen mit Atemaussetzern, anhaltende Müdigkeit trotz ausreichender Nächte oder seit mehreren Wochen bestehende Einschlafprobleme auf, sprechen Sie mit Ihrem Arzt: Das sind Situationen, die sich wirksam behandeln lassen.In Eupen bindet unser Team diese Ratschläge gern in Ihre Betreuung ein — denn ein gut erholter Körper regeneriert besser, bewegt sich besser und schließt leichter Frieden mit dem Schmerz.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung. Bei anhaltenden Schlafstörungen oder beunruhigenden Schmerzen wenden Sie sich an eine medizinische Fachperson.

Bibliographie

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